ETIKA
I D

SAN FRANCESCO
Der andere Franziskus

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3.6.2002
italiano – deutsch in
eigener Übersetzung

21FR9

Letizia senza riso -
Fröhlichkeit ohne Gelächter

Lo specchio di perfezione

Lo specchio di perfezione, introduzione di Ezio Franceschini, volgarizzazione di Francesco Pennacchi. Edizioni O. R., Milano 1971, p. 96

Non è lecito credere né stimare che il nostro padre, amante di perfetta severità e onestà, intendesse che la letizia fosse dimostrata con riso e con vane parole, giacché per questo mezzo si mostra non già letizia di spirito ma piuttosto vanità e fatuità; anzi aveva in grande orrore nel servo di Dio il riso e gli oziosi discorsi, non sopportando in niun modo che egli ridesse, né che desse altrui la più leggera occasione di riso.

Man glaube und denke ja nicht, daß unser Vater, der die totale Strenge und Ehrlichkeit liebte, dafür gewesen wäre, die Freude mit Lachen und eitlen Worten zu zeigen, da auf solche Weise nicht der Freude des Geistes Ausdruck gegeben wird, sondern der Eitelkeit, Albernheit und Oberflächlichkeit; vielmehr waren ihm in dem Diener Gottes das Lachen und die müßigen Worte ein Greuel, und er ertrug in keiner Weise, daß er lachte oder einem anderen die geringste Gelegenheit zum Lachen bot.

Una volta, dando una sua ammonizione, più chiaramente manifestò quale deve essere la letizia del servo di Dio, così dicendo:

Einmal gab er in einer Ermahnung klar und deutlich zu verstehen, worin die Freude des Dieners Gottes besteht. Er sagte:

“Beato quel religioso che non dimostra allegrezza e letizia, se non nei santi discorsi e nelle opere del Signore, e per essi provoca gli uomini ad amare Iddio in gaudio e letizia.

“Selig jener Ordensmann, der Fröhlichkeit und Freude nur in heiligen Gesprächen und in den Werken des Herrn zeigt und damit die Menschen veranlaßt, Gott in Wonne und Freude zu lieben.

Guai invece a quel religioso che prende diletto in parole vane e oziose, e per queste eccita gli uomini al riso.”

Wehe hingegen jenem Ordensmann, der Vergnügen findet an eitlen, leeren und unnützen Worten und durch sie die Menschen zum Lachen bringt.“

Wohlgemerkt, dies gilt für Brüder des Minderordens. So mancher von ihnen wird sich besinnen müssen auf seinen wahren Auftrag. Aber auch für den Laien sind obige Worte aus dem „Spiegel der Vollkommenheit“  eine Ermahnung, sich nicht übertriebener Fröhlichkeit hinzugeben. etika.com

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